Presseartikel

Menschen X-durch-Y Film vom 18. Juli 2015

Heute gibt es wieder einen X-durch-Y-Film!

Dank Eurer Unterstützung konnten wir unsere Idee umsetzen. Auf dem Video zeigen wir zahlreiche Gesichter, die unseren Protest gegen eine Gütertrasse durch die Nordheide unterstützen. Wir freuen uns, dass nicht nur Brackeler und Thieshoper Bürger unserem Aufruf gefolgt sind, sondern wir auch viele Unterstützer aus anderen betroffenen Heideorten hatten. Ein besonderer Dank geht an die BI Wahnsinn aus Marxen.

Neben dem Video haben wir auch eine Fotoserie erstellt. Ein Foto ist, zusammen mit unserem offenen Brief an den Minister Lies, an die Presse gegangen. Erste Veröffentlichung heute durch „die Welt“.

Diesmal geht unser Dank an Jan-Luca Tefke, der sich (in Vertretung von Niklas) auf dem Manitou in schwindelerregende Höhen getraut hat und sein Filmmaterial im Anschluss noch so großartig zusammengeschnitten hat. Vielen Dank!

Ein großer Dank auch an die Zimmerei Balck aus Marxen, die uns mit Ihrem Mietkollegen kostenlos unterstützt haben.

Hier gehts zum Film

 

Leserbrief aus Hanstedt

Nach unserer Info-Veranstaltung vor ca. 80 interessierten Zuhörern am 2. Juni im Alten Geidenhof in Hanstedt, hat Karl-Hermann Ott aus Hanstedt nachfolgenden Leserbrief geschrieben und an die regionale Presse geschickt. Wir finden ihn so gut, dass wir ihn ebenfalls veröffentlichen…


Alle 7 Minuten donnert ein Güterzug durch Asendorf, Hanstedt, Nindorf, Ollsen und Schätzendorf?

Zweispurige Güterzugtrasse durchs Auetal?

Wenn dieses Szenario (wie es in einer Info-Veranstaltung in Hanstedt mit den Bürgermeistern Olaf Muus und Gerhard Schierhorn und dem Architekten und „x-durch-y“ Mitbegründer Axel Meinhard dargestellt wurde) Wirklichkeit wird, kann man das Auetal komplett vergessen!

Durch diese Veranstaltung ist mir klar geworden:

1. Bei der geplanten SGV-Y Trasse, die zwar grundsätzlich parallel zur Autobahn A7 verlaufen soll (was ja auch im ersten Moment sinnvoll, erscheint, weil man denkt, da ist eh schon laut und die Landschaft zerschnitten) ist eine genaue, endgültige Streckenführung im Abstand von wenigen Metern neben der Autobahn noch gar nicht festgelegt. Bei den weiteren Planungen kann die Trasse dann etliche Kilometer von der Autobahn entfernt verlaufen.

2. Die Trasse wird nämlich nach den günstigsten topografischen Gegebenheiten gebaut werden. Das heißt, sie wird da verlaufen, wo möglichst wenig Steigungen zu überwinden sind und wo auch lange Kurven machbar sind. Das ist notwendig, weil Züge (anders als Autos) bestimmte Steigungen und zu enge Kurven nicht fahren können.

3. Das könnte bedeuten, dass die Trasse dann dem Verlauf des Auetals folgt und die Dörfer Asendorf, Hanstedt, Nindorf, Ollsen und Schätzendorf auch unmittelbar betroffen sind.

Was das für die Natur, den Tourismus, die Geschäftsinhaber und die Haus- und Grundbesitzer bedeutet, mag ich mir gar nicht vorstellen.

Ich bin heute der Bürgerinitiative „x-durch-y“ beigetreten, denn nur großer Protest kann den Bau noch verhindern.

Karl-Hermann Ott, Hanstedt

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mit X-durch-Y Shirt

Mit einer sehr netten Geste hat der Brackeler Michael Grosse-Brömer (Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) unser Bürgerinitiative-Shirt an Alexander Dobrindt übergeben. Der Bundesverkehrsminister nahm das Shirt mit Freude entgegen. Danke nach Berlin, für so viel Sinn für Humor!

„Hallo Herr Dobrindt, wir fühlen uns geehrt, dass Sie unser BI-Shirt so smart finden! Wir möchten diese Gelegenheit nutzen und Sie herzlichst zu uns in den Norden einladen. Vielleicht finden Sie beizeiten eine Lücke in Ihrem Terminplan, um mit uns über die uns betreffenden Trassenvarianten zum Güterverkehr des Seehafenhinterlandverkehres zu sprechen.“

Dieses Foto soll nicht über die ernste Lage der Bedrohung unseres Dorfes hinwegtäuschen, spiegelt aber unseren grundsätzlich humorvollen Protest sehr gut wieder! Fröhlich gegen die Gütertrassen!

X-durch-Y Shirt Übergabe in Berlin am 18.06.2015

 

Und hier noch mal die Bekräftigung, dass es sich bei diesem Foto nicht um eine Fotomontage handelt. Lesen Sie hier den Auszug aus dem „Brief aus Berlin“ von Michael Grosse-Brömer

Bildschirmfoto 2015-06-19 um 19.02.51

Für Interessierte hier noch der gesamte Brief vom 19.06.2015

Presseberichte zur Protestaktion am 13.06.2015

Artikel im Wochenblatt – „Hanstedt muss sich organisieren!“ – Brackeler Bürgerinitiative „X-durch-Y“ hofft auf weitere Unterstützer

Ergänzend zu diesem Artikel möchten wir festhalten, dass es in dem Verfahren des Dialogforums Schiene Nord ausschließlich um den Güterverkehr in unserer Region geht. Aus diesem Grund ist die Diskussion pro/kontra Personennahverkehr komplett irrelevant.

mum. Brackel. Bei den derzeitigen Planungsvarianten der Y-Trasse gehe es ausschließlich um Güterverkehr. Das sei jetzt im Rahmen einer Infoveranstaltung der Brackeler Bürgerinitiative „X-durch-Y“ nochmals in aller Deutlichkeit angesprochen wurden. „Ginge es darum, den Personennahverkehr in unserer Region auszubauen, dann würden wir unseren Protest sofort einstellen“, so Axel Meinhard vor der Versammlung und bezog sich dabei auf kritische Nachfragen, warum man in Brackel gegen die Bahntrassen protestiere. Viele Menschen gingen immer noch davon aus, dass es sich auch um neue Bahnstrecken für Personenverkehr handeln würde. Aber: Die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium prüfen laut Meinhard derzeit im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans 2015 insgesamt zehn Trassenvarianten, um dem prognostizierten Anstieg der Güterverkehre aus den Seehäfen ins Binnenland gerecht zu werden. Laut eines Kosten-Nutzen-Gutachtens des Freiburger Büros „BVU Wirtschaft + Verkehr GmbH“ sei die SGV-Y Trasse, die von Maschen bis Soltau entlang der A7 geplant ist, in der Gesamtbetrachtung inzwischen auf Rang vier vorgerückt. „Diese zweigleisige Bahnstrecke für Gütertransport wird auch Auswirkungen auf die nahe der Autobahn liegenden Orten wie Quarrendorf, Nindorf sowie Schätzendorf haben“, sagt Meinhard. Er hofft, dass sich die Einwohner von Hanstedt auch organisieren oder der Bürgerinitiative „X-durch-Y“, beziehungsweise der Egestorfer Bürgerinitiative „UnsYnn“anschließen, um möglichst geschlossen aufzutreten.
Nach ihrer beeindruckenden Auftaktveranstaltung, bei der Mitte April über 1.000 Menschen in Brackel friedlich und fröhlich gegen die Planungen der Bahn demonstriert hatten, wird jetzt in Brackel bereits die nächste Verstaltung vorbereitet: „Am 13. Juni werden wir unseren Protest ganz weit nach oben lenken“, so Meinhard. Welche Aktion genau geplant ist, soll noch nicht verraten werden.
• Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.x-durch-y.de.

„Jetzt besteht noch die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen“, sagt auch Hanstedts Bürgermeister Gerhard Schierhorn (li.). Mit Axel Meinhard blickt er jetzt kritisch auf die Alternativtrassen (Foto: Ines Westphalen)

„Jetzt besteht noch die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen“, sagt auch Hanstedts Bürgermeister Gerhard Schierhorn (li.). Mit Axel Meinhard blickt er jetzt kritisch auf die Alternativtrassen (Foto: Ines Westphalen)